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Was geschieht gerade wo, wie und warum?

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fischera
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Beitrag von fischera » 29 Mär 2022 13:05

Am 29.03.2022 erschien dieser Artikel.
"Weltweit nachweisbar: Flammschutzmittel und Weichmacher"
https://fischundfang.de/weltweit-nachwe ... ichmacher/

Seit 2004 + ein Thema!
"Aufgrund der problematischen Eigenschaften von POP trat im Mai 2004 eine internationale Konvention in Kraft mit dem Ziel, unter Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips die menschliche Gesundheit und die Umwelt weltweit vor persistenten organischen Schadstoffen zu schützen. Die Substanzliste dieser Stockholm-Konvention umfasste zunächst zwölf organische Chlorchemikalien: Neben den polychlorierten Biphenylen (PCB), chlorierten Dioxinen und Furanen (PCDD/PCDF) und Hexachlorbenzol (HCB) sind es Organochlorinsektizide, die in Entwicklungsländern z.T. bis vor kurzem noch eingesetzt wurden.
...
Nach diesen Kriterien wurden 2009 neun weitere Chemikalien in die Konvention aufgenommen: Tetra- und Penta- sowie Hexa- und Heptabromdiphenylether (Hauptbestandteile der als Flammschutzmittel jahrzehntelang verwendeten technischen Penta- bzw. Octabromdiphenylether), Hexabrombiphenyl (Flammschutzmittel hauptsächlich in den 1970er Jahren), ..."
Aus:
https://www.lfu.bayern.de/analytik_stoffe/pop/index.htm

Wenn man sich einmal mit der Festsetzung von Schwellenwerten oder Grenzwerten * beschäftigt hat, dann sträuben sich einem die Haare wenn man 2022 solch eine Stellungnahme liest.

"Die Belastung der untersuchten Flächen mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) östlich der Kaserne Ansbach-Katterbach sei nur gering und stelle keine Gefahr für das Grundwasser dar. Das teilte ein Sprecher des Landratsamts Ansbach dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage mit.
...
Das Landratsamt Ansbach hat damit auf eine Mitteilung der Bürgerinitiative „Etz langt’s“ reagiert, die von einer starken Belastung der Böden gesprochen habe. Nichtsdestotrotz bestätigte die Sprecherin des Wasserwirtschaftsamts, dass eine Sanierung des Schadensherds wichtig sei, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.
Seit mehreren Jahren ist bekannt, dass durch den einstigen Feuerlöschübungsplatz der US-Armee Böden und Gewässer in der Umgebung mit dem gesundheitsschädlichen PFC belastet sind."
Aus:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/pf ... ng,SuzGn8C

*
"Das ist alles andere als beruhigend, denn:

Statt die Bevölkerung zu schützen werden die Grenzwerte an die jeweilige landwirtschaftliche Realität angepasst.
Nicht die Lebensmittel, die am seltensten gegessen werden, sondern diejenigen, die am intensivsten gespritzt werden,
haben hierzulande die höchsten zugelassenen Grenzwerte.

Bei Linsen wurde der Grenzwert von 0,1 mg/kg im Jahr 2008 auf das 100-fache, also 10 mg/kg in 2012 erhöht.

Von den Getreideproben, die nach einer Sikkation genommen wurden, waren in NRW 69,7 %, in Rheinland-Pfalz 28,6 % mit Glyphosat belastet."
Aus:
http://www.umweltinstitut.org/themen/la ... reide.html

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Beitrag von fischera » 15 Apr 2022 07:27

"Um Anglern in Dänemark ein rundum perfektes Erlebnis bieten zu können, wurde 2021 Dänemarks nationale und digitale Angelplattform veröffentlicht. Auf dieser übersichtlichen und benutzerfreundlichen Webseite finden alle Angler, unabhängig des Erfahrungsgrades, reichlich Inspiration und wichtige Regeln, die beim Angeln in Dänemark wichtig sind."
Aus und mehr:
https://fischundfang.de/daenemark-das-a ... ichkeiten/

Hier möchte ich Herrn Gerd Holdensgaard vom Center for Vildlaks in Randers erwähnen, einen Dänen der Deutschland in der Wiederansiedlung des Lachses mächtig geholfen hat.
Jahre vor seiner Erkenntnis wurden Junglachse aus Irland und ... im Vorharzgebiet ausgesetzt, erfolglos.

2006
„Sie fanden doch tatsächlich einen anderen Stamm von Lachsen in den Flüssen. Und es war der ursprüngliche Stamm dänischer Lachs. Bei der Suche in den Archiven stellten sie fest, dass die Lachse, die in den 20er und 30er Jahren in den Flüssen lebten, genau dieselben waren wie heute. Dann haben wir unser Programm geändert. Von 2000 an durften nur noch dänische Wildlachse angesiedelt werden. Das Ansiedlungsprogramm mit irischen und schottischen Lachsen in dänischen Flüssen stellten wir ein für alle mal ein.“

Die Wildlachsstämme bleiben ziemlich stabil. Zwischen denen, die zum Laichen in die jeweiligen Flüsse in Dänemark und in den Mühlenstrom nach Schleswig-Holstein kommen, bestehen nur geringfügige genetische Unterschiede. Das würde sogar noch für die Elbe gelten. Albrecht Hahn:

„Auch hier fangen Programme an zu laufen, die sich aber auch an dem dänischen Projekt orientieren und einen Kontakt nach Dänemark suchen. Je enger die Nachbarschaften sind, desto enger und sicherer sind die Verbindungen. Steril in sich abgeschlossene Neuanfänge brauchen sehr viel mehr Zeit und können auch mal von Misserfolg gekrönt sein.“
Aus:
https://www.deutschlandfunk.de/rueckkeh ... t-100.html

https://vildlaks.dk/welcome/

Albrecht Hahn.
https://wanderfische.eu/index.php?optio ... 34&lang=de

Aber bedenken sie:
"Die Meerforelle, der Fisch der 1.000 Würfe? Keine Regel ohne Ausnahme. Schon der erste Wurf bringt eine Meerforelle, ..."
https://fischundfang.de/fisch-der-1000-wuerfe-319624/

Der Lachs ist etwas schwieriger, aber wenn es gelingt ihn zu fangen, dann bleibt er häufig für immer.
https://www.youtube.com/watch?v=GsDsGpweUYQ

Bitte nie vergessen, ein Fisch der 5000 Km und mehr geschwommen ist, hat Kraft!
Sehr viel Kraft, man stellt sich die Frage wieso soviel mehr Kraft als z.B. ein Rapfen?
https://www.youtube.com/watch?v=PJ4rC5p94ZA

Ob hier die Bremse wirklich falsch eingestellt war?
6 Min.
Lachs in der Elbe.
https://www.youtube.com/watch?v=c_p-lOmoD9A

Ich wurde selbst mal nach 15 Minuten Drill eines 72 cm Rapfen in der Naab ermahnt, nun mach doch mal hin.
Einen Tag später ...
Der Ermahner war Zeuge eines über 1 stündigen Drills eines sehr kapitalen Wallers, dass der Waller gewann, schiebe ich ihm heute noch in die Schuhe.
Nach dem Drill, konnte ich nicht mehr mein Angelgerät einpacken, das Zittern in allen Gliedern war zu stark.
Sowas muss man erlebt haben, um gerechtfertigte Kritik zu äußern.

Petri

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Beitrag von fischera » 11 Aug 2022 10:59

Großbritannien: Lachsbestand auf Allzeit-Tief
Aus:
https://fischundfang.de/grossbritannien ... zeit-tief/

1977 lernte ich als Jugendlicher den Severn kennen, was ich damals sah ist bis heute im Kopf geblieben.
Viele Fische in dem über 300 Km langen Fluss und ich sah Ranger in kleinen Geländewagen die dort patrouillierten.

Das es nicht reicht einige Fischtreppen zu bauen, auch wenn sie von beachtlicher Größe sind um Fischschutz zu gewährleisten möchte ich hier versuchen an verschiedenen Beispielen aufzuzeigen.
2 FT = 6 Minuten
https://www.youtube.com/watch?v=E0UL5o5wfr0
https://www.youtube.com/watch?v=Zle3GSbQMJ0

Durch den Brexit hat GB noch eine ganz andere Bedeutung gegenüber den anderen EU Ländern bekommen.
" 10/2021
Nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU unterliegen Fischbestände, die gemeinsam bewirtschaftet wurden und den vom Rat „Landwirtschaft und Fischerei“ festgelegten Quoten unterliegen, nunmehr dem Völkerrecht.
Die beiden Vertragsparteien führen jährliche Konsultationen durch, um ihre jeweiligen Fangmöglichkeiten festzulegen."
Aus:
https://www.consilium.europa.eu/de/poli ... fisheries/

Es war scheinbar nicht ausreichend oder und die Gründe für den stetigen Rückgang der Lachsbestände ist sehr vielfältig und stellen uns vor weiteren Herausforderungen um den atlantischen Wildlachs nicht ganz zu verlieren im Artenspektrum unserer Welt.

"Orri Vigfússon und der NASF haben durch Aufkauf von Lachs Netzfangquoten im Nordatlantik den entscheidenden Beitrag zum Schutz der Lachse im Meer geleistet.
Rund 85% der Netzfischereien auf Lachs werden vom NASF dafür bezahlt, dass sie die Fischerei nicht ausüben."
Aus:
https://wanderfische.eu/index.php?optio ... 27&lang=de

Angeln und Fischfang spielen seit Jahrhunderten in GB eine wichtige Rolle. Viele ältere Angler/innen werden sich erinnern wo das tolle Angelgerät in den 1980 z.B. zu beziehen war, ohne Internet.
Bruce & Walker / Hardy usw.
https://www.carpinfocus.de/2020/04/28/lieblingsstuecke/
https://www.altes-angelgeraet.de/index. ... ck-england

Nicht zu vergessen
" Die Specimen Hunting Group Dortmund ist hierzulande seit ihrer Gründung 1977 der Inbegriff für die „Englische Angelei“ auf Friedfische."
https://fischundfang.de/zielfisch-schle ... ingleview/

Schon lange vor 1923 war Fisch und Gewässerschutz dem Königreich wichtig.

"Im Gesetz zur Lachs- und Süßwasserfischerei von 1923
ist etwas Hintergrund der Schutzbemühungen beschrieben.

Das Vereinigte Königreich hat eine lange Geschichte von Gesetzen zur Regulierung von Flüssen und der damit verbundenen Fischerei, und vier Themen wurden in diesen Gesetzen konsequent behandelt.
Die Probleme sind Hindernisse, die die Bewegung von Fischen entlang von Flüssen verhindern, enge Zeiten und Jahreszeiten, um sicherzustellen, dass die Fischpopulationen weiterhin gedeihen, unregelmäßige Netze und die Verwaltungsstrukturen, die zur Umsetzung von Rechtsvorschriften erforderlich sind.

Das erste bekannte Edikt war Teil der Magna Carta im Jahr 1215, die eine Klausel über die Entfernung von Wehre von der Themse und dem Medway enthielt, diesowohl der Schifffahrt als auch der Fischerei zugute kamen.
Im Jahr 1278 legte Edward I. fest, dass es an den Flüssen Eden, Esk und Derwent eine Lücke in den Wehre geben sollte,
durch die "eine Sau und ihre fünf kleinen Schweine eintreten können",

und Edward IV. Stimmte 1432 ausdrücklich für die Fischerei vor das Westminster-Statut aus dem Jahr 1285 verankerte die Notwendigkeit einer Schonzeit, in der Lachse nicht aus Flüssen entfernt werden konnten,
während Elizabeth I. eine Mindestgröße für gefangenen Lachs einführte, die auf 41 cm (16 Zoll) festgelegt war.

Edward III. War der Monarch, der zuerst das Konzept der "autorisierten" Netze einführte."
Aus und mehr:
https://de.wikibrief.org/wiki/Salmon_an ... s_Act_1923

Mein Fazit:
Wir alle müssen wohl wesentlich mehr tun, als das was wir in den letzten Jahrzehnten getan haben um die von uns verursachten Schäden auf dem Planeten Erde wieder zu beseitigen.
Sonst

„Treffen sich zwei Planeten im Weltall.
Sagt der eine zum anderen: Siehst schlecht aus. Sagt der andere: Ja, ich habe Homo sapiens.
Sagt der Erste: Hatte ich auch mal.
Das geht vorbei.“


Das sechste Sterben
Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt.
https://www.welt.de/print/welt_kompakt/ ... rophe.html

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 18 Aug 2022 10:10

Hallo,
oder sollte ich einen guten Tag wünschen?

Gute Tage werden ja immer weniger auf dieser Welt, in unserem Land.

Auch wenn die Ursache des Fischsterbens (und der vielen anderen Lebewesen/Pflanzen) in der Oder, in diesem Artikel nicht beschrieben werden konnte, so macht der Bericht doch an vielen Stellen sehr deutlich, so geht es nicht mehr weiter, weltweit.

18.08.2022
"Fischsterben Oder: Giftigen Algen auf der Spur
Das Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) konnte die giftige Algenart Prymnesium parvum massenhaft in der Oder nachweisen, die normalerweise nur im salzigen Brackwasser vorkommt."
Aus:
https://fischundfang.de/fischsterben-od ... -der-spur/

Wenn verantwortungsvolle Bürger/innen nicht jetzt, in nie dagewesener Anzahl, das negative Handeln von Politik, etc. unterbindet dann wird es wohl für lange Zeit bei Hallo bleiben.

"08.04.2022
Die Zeit wird knapp, um den Klimawandel zu begrenzen. Dabei verfügt die Menschheit längst über die Technologien und Maßnahmen, um dessen Folgen abzumildern, heißt es im neuen Kapitel des Weltklimarat-Berichts.

Das Zeitfenster für wirkungsvollen Klimaschutz schließt sich bald.
Deshalb braucht es jetzt Maßnahmen, die den Klimawandel abmildern. Das geht aus dem dritten Teil des sechsten Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC der Vereinten Nationen hervor, den der Zwischenstaatliche Ausschuss Anfang April vorgelegt hat."
Alle Berichte:
https://www.deutsches-klima-konsortium. ... t-ar6.html

Globaler Klimastreik am 23. September 2022

https://fridaysforfuture.de/
https://www.klima-streik.org/

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 24 Aug 2022 12:56

Zitat aus dem F&F Artikel

- Diese Herkunft der Zeichnungen sieht man später nicht mehr.
Aber wenn ich sie sehe,
kann ich den Wind in den Bäumen noch hören und den Rauch des Lagerfeuers noch riechen -


Besser kann man den Charme dieser Aquarelle nicht beschreiben!

So ist es wunderbar beschrieben, so empfinde ich es als Betrachter auch.
Danke für den schönen Beitrag.

https://fischundfang.de/unterwegs-mit-stift-und-pinsel/

Es möge mir erlaubt sein, das Thema Fische/Malen/Zeichnen hier etwas zu erweitern.

Diese Dame hat mich vor vielen Jahren schon begeistert,
die Quappe, die Oder, die Geschichte.
Wenn sie mögen:

Es gibt Fische, die angeln sich Menschen.
Die Quappe (lat. Lota lota) jedenfalls macht das.

Sie hat eine Malerin aus Berlin gefangen und ins Oderbruch gezogen.“
(Märkische Oderzeitung 13.07.2001
http://www.kunstundlebensart.de/Quappendorf.720.0.html

Bis zur Trockenlegung des Oderbruchs lebten der Lehnschulze und die elf Fischer in Quappendorf vom Fischfang. Der Name des Dorfes geht auf den Fischreichtum zurück, insbesondere die große Zahl vorkommender Quappen. So sollen an einem Tag 500 Tonnen (Fässer zu je 40 kg) gefangen worden sein

Ein Projekt/Bild aus 2012
http://www.harks-hanke-kunst.de/bilder/ ... 9-news.jpg

Eine ganz andere Form um Fische abzubilden, von einer unglaublichen Präzision, das vermag dieser Herr.

2021
"Eric Otten ist 26 Jahre alt und studiert Biologie in Kiel. Eric hat sich in der Angelszene einen Namen als begabter Zeichner gemacht. Der DAFV hat Eric beauftragt, naturgetreue Illustration von den Süßwasserfischen in Deutschland anzufertigen. Ein guter Grund, Eric einmal eingehender an dieser Stelle hier vorzustellen und zu interviewen."
Aus:
https://www.dafv.de/referate/gewaesser- ... euem-glanz

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 26 Aug 2022 16:24

" Es ist kühl hier. Ein dichtes Blätterdach und eine hohe Felswand schirmen die Sonne ab. Wie in einer Prozession spazieren viele Menschen um den türkisfarbenen Blautopf, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf der Schwäbischen Alb. Die Wasseroberfläche selbst scheint ruhig.
Nur der konstante Überlauf an der Beckenseite verrät, dass es sich hier um eine Quelle handelt. "
Aus:
https://fischundfang.de/geheimnisvoller-blautopf/

Auch diese Quelle ist geheimnisvoll.

Die Quelle ist von einer nahegelegenen Landstraße mit einem Parkplatz gut erreichbar. Sie ist mit einer mittleren Quellschüttung von 2000 Litern pro Sekunde die nach Aachtopf, Paderquellen und Blautopf
viertstärkste Quelle Deutschlands.
Die höchste je gemessene Schüttung betrug knapp 6000 Liter pro Sekunde (laut Hinweisschild an der Quelle).

Theoretisch könnte jeder Einwohner in Deutschland täglich über zwei Liter Wasser aus der Rhumequelle erhalten.

Die Rhumequelle ist somit auch eine der ergiebigsten Karstquellen Mitteleuropas, und zwar mit im Winter und Sommer nahezu gleich bleibender Wasserführung. Die Wassertemperatur beträgt ganzjährig konstant 8 bis 9 °C, daher friert der Quellsee im Winter nie ein."
Quelle Wikipedia

Aber da mal seine 2 Liter abzuholen dürfte ein Problem werden.

Wasser aus öffentlicher Hand statt vom Investor – wie geht es mit der Rhumequelle weiter?

"Die Rhumequelle gehörte früher zur Harzer Papierfabrik.
Die wurde nach ihrer Insolvenz im Juni 2003 stillgelegt.
Später wurde das Gelände von der River View Property GmbH gekauft, deren irischer Geschäftsführer Mark Turley international operiert und heute vermutlich von Malta aus agiert.
Das Unternehmen hat seit 2011 seinen Sitz in Göttingen. Unter der Telefonnummer des Unternehmens meldet sich jemand ohne Namen und gibt bloß die knappe Auskunft: „Das wurde verkauft. Allerdings noch nicht final, weil die da Theater machen. Für Fragen bitte an den Käufer Tobias Borchard aus Gieboldehausen wenden.“

Welches Theater?
Lesen sie bitte hier weiter:
https://www.harzkurier.de/region/articl ... s%20agiert.

Die UNO macht deutlich: Wasser ist Menschenrecht!

Etwa 2,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser.
Mehr als 4,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu einer sanitären Grundversorgung.
Jeden Tag sterben infolge von wasser- und sanitärbedingten Krankheiten etwa 10 000 Kinder unter fünf Jahren.
(Quelle: Resolution der 64. Generalversammlung der Vereinten Nationen)

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 07 Sep 2022 18:31

- Pressemitteilung MSC -

"Bestandsgrößen von 177 MSC-zertifizierten und Nicht-MSC-zertifizierten Fischbeständen weltweit im Vergleich
Hier zu lesen
https://fischundfang.de/nachhaltige-fis ... bestaende/

Es wird angeführt, dass man sich auf frei zugängliche Studien beruft.
Die im Losverfahren ausgewählt wurden?
Wegen der Unabhängigkeit, frage ich mich.

Nachhaltige Fischerei schont die Fischbestände.
Ja, das ist so, ist aber nicht wirklich eine neue Erkenntnis.

Ein Zeitraum über 4 Jahre wird benannt, eine 35 % Überfischung wird den weltweiten Beständen zugesprochen.
Ich halte ja 4 Jahre für einen sehr kurzen Zeitraum. Und wenn man sich um die Senkung der Überfischung bemüht seit 1997, dann halte ich das für einen sehr langen Zeitraum, mit keinem guten Ergebnis.

Ist sie das?
"Die renommierte Fachzeitschrift „Frontiers in Marine Science“ veröffentlichte am 2. September 2022 die bislang umfassendste Analyse von Fischbeständen, die durch Fischereien mit einer Zertifizierung des Marine Stewardship Council (MSC) befischt werden, im Vergleich zu Fischbeständen, die durch konventionelle Fischereien ohne MSC-Zertifizierung befischt werden.

Hier wird der Prozentsatz der überfischten Bestände mit 56 % angegeben.
"2013
Nach diesem Modell, das 1500 kommerziell genutzte Bestände und darüber hinaus etwa 500 weitere Bestände berücksichtigt, steht es um den Fisch noch schlechter, als die FAO annimmt:
56,4 Prozent der Bestände sind demnach überfischt/­zusammengebrochen,
nicht 29,9 Prozent, wie die FAO sagt.
Doch auch die Arbeit der amerikanisch-deutschen Forschergruppe steht in der Kritik. Die Daten seien uneinheitlich und nach wie vor unsicher."
Aus dem sehr umfangreichen Bericht
https://worldoceanreview.com/de/wor-2/f ... fischerei/

Der WWF, Greenpace sprechen auch sehr kritisch über bestimmte Punkte die mit diesem MSC Siegel in Verbindung stehen.
https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... miert.html

Greenpeace im Faktencheck:
MSC deckt gezielte Desinformationen auf

https://www.msc.org/de/presse/stellungn ... npeace-auf

"Die Wahrheit über das größte Fischerei-Logo aufgedeckt

BLOOM und seine Co-Autoren von den Universitäten von New York (USA) und Dalhousie (Kanada) haben gerade eine neue Studie veröffentlicht, die nachweist, dass vom MSC (Marine Stewardship Council) mit dessen Siegel als „nachhaltig“ zertifizierte Fischereien vorwiegend industriemäßige sind, die oft mit zerstörerischen Fangpraktiken arbeiten –
ganz im Gegensatz zur öffentlichen Selbstdarstellung des MSC.

> Die weltweit schlimmsten Fangmethoden wie Grundschleppnetze und Dredgen machten zwischen 2009 und 2017
ganze 83 % des MSC-zertifizierten Fangs aus
."
Aus und viel mehr:
https://www.bloomassociation.org/en/schwindel-msc/

Und dann gibt es ja noch diese Dokumentation aus dem Jahr 2018.

"Wenn es nach dem deutschen Journalisten und Filmemacher Wilfried Huismann geht, sieht die Realität oftmals anders aus.
In seiner Doku "Köder im Kühlregal – Die dunkle Seite des Fischsiegels MSC",

er am Dienstag in Wien vorstellte, zeigt er mehrere Fälle, die auf einen systematischen Bruch mit jeglichen Tier- und Umweltschutzkriterien hinweisen.
Die Produkte kommen dann mit MSC-Aufdruck ins Regal, obwohl dieser die Gefährdung von Ökosystem und Fischbeständen unterbinden sollte."
Aus:
https://www.derstandard.de/story/200008 ... siegel-msc

"2018
zur Ausstrahlung der Doku in der ARD gab es im Spiegel einen Artikel.

"Im Januar warnten 66 Organisation und Wissenschaftler in einem offenen Brief an die MSC-Führung vor einer Ausweitung der Zertifizierungen. Die Vorgaben seien mangelhaft"
https://www.spiegel.de/wirtschaft/servi ... 03950.html

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 14 Sep 2022 10:07

Die Experten erwarten zahlreiche Exoten. Fischereibiologen des Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN) wollen dem Fischbestand des Elbe-Seitenkanals mittels einer groß angelegten Elektrobefischung auf den Grund gehen.
Aus:
https://fischundfang.de/fischbestand-de ... ntersucht/

Der Elbe Seitenkanal,
ein ganz besonderes Gewässer, Aalquappen gab es dort in großer Anzahl in den 1970/80 Jahren.

Der Kanal selbst führte aber stellenweise nicht immer Wasser.

Einmalig in Deutschland und das so kurz nach der Eröffnung.

"Nur 33 Tage nach der Eröffnung kommt es am Elbe-Seitenkanal am 18. Juli 1976 zur Katastrophe: Ein Damm bricht, Wasser schießt ins Umland. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Bei der Eröffnung wird der Elbe-Seitenkanal am 15. Juni 1976 als Jahrhundertbauwerk gefeiert. 115 Kilometer zieht er sich durch die Lüneburger Heide, verbindet die Elbe mit dem Mittellandkanal. 33 Tage später ein Schock: Es ist Sonntag, der 18. Juli, als gegen 11 Uhr bei den Feuerwehren der Region Notrufe eingehen. Ein Leck im Kanal an einer schmalen Unterführung nahe des Dorfes Erbstorf bei Lüneburg. Wasser schießt aus dem höher gelegenen Trog in das Umland. Der Sog reißt immer mehr Material mit, der Kanal wird unterspült und bricht schließlich auf ganzer Breite ein"
Aus und mehr:
https://www.ndr.de/geschichte/chronolog ... al105.html

Video 3 Min.
https://www.youtube.com/watch?v=re-vc0yEH-I

Der AV Niedersachsen hat schon 2014 einmal interessante Daten des Kanals erhoben.
https://docplayer.org/25319281-Fischere ... kanal.html

Petri Heil

An anderer Stelle wird ja über den Ausbau der Oder berichtet, weil das ja so wichtig ist für weiter, höher, schneller.

Hier eine Kanalgeschichte, von denen es in Deutschland mehrere gibt, die eher an den Bau eines Denkmals erinnert als an, brauchen wir alle.
"17.06.2017
Der Elbe-Lübeck-Kanal soll für mindestens 838 Millionen Euro ausgebaut werden. Doch die Investition wird sich kaum rechnen, die Zahl der Frachtschiffe ist seit Jahren rückläufig. "
https://www.youtube.com/watch?v=-cS8m9LCwDA&t=87s

Erst 5 Jahre später:
Der im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehene Ausbau für größere Güterschiffe werde bis zum Abschluss einer Bedarfsplanüberprüfung im nächsten Jahr zurückgestellt, ...
https://binnenschifffahrt-online.de/202 ... ck-kanals/

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 19 Sep 2022 10:58

Es gibt eigentlich immer die Möglichkeit eine Zigarette/Zigarettenfilter anständig zu entsorgen, wenn man möchte.
Wenn ich aber z.B. an einer Bushaltestelle beobachtet mit welcher Selbstverständlichkeit diese Glimmstängel am Boden landen, kann ich nur hoffen, dass diese Aschenbecher das Problem etwas mindern.

"Kippen gehören nicht in unsere Gewässer! Der „Bundesverband der Tabakwirtschaft“ (BVTE) hat in seiner Kampagne „Achte auf die Umwelt“ seit zwei Jahren eine knappe Viertelmillion Taschenaschenbecher kostenfrei verteilt."
Aus:
https://fischundfang.de/250-000-taschen ... -verteilt/

ABER trotz der vielen Krisen, wir haben es immer noch nicht wirklich verstanden, wo wir Menschen angekommen sind.

" 16.09.2022
Angesichts des Booms von Einweg-E-Zigaretten fordert Deutschlands Entsorgungsbranche nun ein Verbot dieser Wegwerfartikel.

Rohstoff-Verschwendung
"Das ist eine reine Rohstoff-Verschwendung", sagte der Chef des Branchenverbandes BDE, Peter Kurth. "Ein Verbot wäre die richtige Konsequenz." Da die Politik bereits die Kraft zu Verboten von Wattestäbchen oder Trinkhalmen aus Plastik gefunden habe, sollte ihr "hier eine Untersagung dieses Drecks erst recht gelingen". Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist ebenfalls dafür, die Produkte vom Markt zu verbannen.

- Der Abfallwirtschaft macht schon seit Langem der Trend zu Einwegprodukten mit Batterien zu schaffen."
Aus:
https://www.nord24.de/nachrichten/abfal ... 87519.html

"2021
Bonbonpapier, Chipstüten, Käsepackungen: All das gehört nun zum häufigsten Strandmüll der Welt und hat
erstmals Zigarettenstummel als Spitzenreiter abgelöst.
(nicht weil es weniger geworden sind)

Lebensmittelverpackungen – die zwischen 2002 und 2014 fast 45 Prozent der in den USA, Europa, China und Indien produzierten Kunststoffe ausmachten – stiegen im Laufe der Jahre zum dominanten Kunststoff im globalen Abfallstrom an.

Trotzdem klammerte sich der unscheinbare Zigarettenfilter in der 34-jährigen Geschichte der Strandsäuberungen der Ocean Conservancy an den ersten Platz.
Jetzt rangiert er mit 4,2 Millionen gesammelten Kippen auf Platz zwei.
Lebensmittelverpackungen führen die Liste mit mehr als 4,7 Millionen gesammelten Verpackungen an."
Aus und mehr:
https://www.nationalgeographic.de/umwel ... trandmuell

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 21 Sep 2022 17:31

Energiekrise: In Kläranlagen fehlt Fällmittel
21. September 2022
Zunehmende Lieferengpässe bei Chemikalien für die Phosphorfällung stellen die deutsche Abwasserwirtschaft aktuell vor erhebliche Probleme. Übergangsweise soll mehr Phosphor in die Fließgewässer eingeleitet werden dürfen.
Aus:
https://fischundfang.de/energiekrise-in ... ellmittel/

Also wenn ich ernsthaft in die Zukunft schaue, nicht nur in die der nächsten Generation/en, sondern in die der nächsten Jahre dann stellt sich mir eine Frage.
Diese Frage wird durch solch eine Meldung, mehr Phosphor in Flüsse, immer dringlicher.

Ist es eigentlich noch sinnvoll sich mit dem Weiterleben auf der Erde als Mensch zu befassen?

Oder sollte man nicht jetzt mit vollen Ehrgeiz einen Ersatplaneten suchen,
den wir malträtieren können?

Oder:
sollte man nicht immer der Natur den Scheiß/Abfall aufbürden,
sondern nach Alternativen suchen.
Ja, die kosten häufig Geld, jetzt.
Diese Kosten fallen dann aber auch nicht in einigen Jahren anderen Mitmenschen zur Last, bei der Schadensbekämpfung die durch Blödheit und Geiz entstanden sind.

Ich kenne das Verfahren nicht persönlich, aber es ist schon einige Jahre käuflich zu erwerben.
Liquiline Control CDC90
Vielleicht ist es ja eine Alternative gegen:

"Warum ist Phosphor in Flüssen und Seen ein Problem?"
https://www.lfu.bayern.de/wasser/gewaes ... /index.htm

"Sparen Sie bis zu 30 % Phosphat-Fällmittel

Optimieren Sie die Phosphat-Fällmitteldosierung und setzen Sie ein erhebliches Einsparungspotential frei! Die Dosierung ist auf einem optimalen Niveau, wenn Ihre Anlage den Grenzwert zuverlässig einhält und gleichzeitig nicht mehr Fällmittel einsetzt als notwendig.
Wie optimieren Sie die Phosphatfällung?
Durch Verwendung des Automatisierungssystems Liquiline Control.
Es dosiert das Fällmittel automatisch in Übereinstimmung mit der aktuellen Belastung und Ihrem individuellen Grenzwert für Phosphor.

Das Ergebnis ist eine zuverlässige und ressourcenschonende Entfernung des Phosphors aus dem Abwasser."
Aus und mehr:
https://www.endress.com/de/loesungen/pr ... g-abwasser

Klingt doch nach 2 Fliegen mit einer Klappe, im Jahr 2022, oder nicht?
"Phosphor ist ein kritischer strategischer Rohstoff ohne den Landwirtschaft auf Dauer nicht möglich ist. Trotzdem gehen wir sehr verschwenderisch mit dem wertvollen Nährstoff um.
Rein rechnerisch könnte man in Deutschland um die 50.000 Tonnen Phosphor im Jahr aus dem Klärschlamm zurückholen und damit etwa 40% des heute eingesetzten mineralischen Phosphordüngers in Deutschland ersetzen.
Aus:
https://www.riffreporter.de/de/umwelt/p ... aerschlamm

"Das Verfahren sollten Insider wie die DWA kennen.
05.07.2022
Helmstedt.
Am Donnerstag hat EEW Energy from Waste (EEW) in der Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) am Standort Buschhaus erstmals Klärschlamm in einem Wirbelschichtofen verbrannt.
Damit hat das Projekt für den Bau der sowohl ersten KVA der EEW-Gruppe als auch der ersten KVA in Niedersachsen einen der letzten großen Meilensteine des Inbetriebsetzungsprozesses passiert.

Die Anlage mit einer Kapazität von 160.000 Tonnen Originalsubstanz kann etwa ein Fünftel der Klärschlämme aus Niedersachsen verwerten.
...
Jetzt können wir Klärschlamm so verwerten, dass darin enthaltener lebensnotwendiger Phosphor für den Nährstoffkreislauf recycelt und zurückgewonnen werden kann."
Aus:
https://regionalheute.de/helmstedt/wie- ... 657046528/

2017
Wir werden die Klärschlammausbringung zu Düngezwecken beenden und Phosphor und andere Nährstoffe zurückgewinnen.
https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... nen-459418

Damit unsere Erde bewohnbar bleibt und nur einige Menschen auf den Mond geschossen werden müssen:

GLOBALER KLIMASTREIK AM 23. SEPTEMBER 2022
https://fridaysforfuture.de/klimastreik/

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 24 Sep 2022 09:50

Nachtrag zum Kommentar vom 14.09.2022

3 Minuten Video
Erste Fänge im Elbe Seitenkanal durch den AV Niedersachsen.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 75724.html

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 28 Sep 2022 10:49

Nachtrag zum Kommentar vom 24.09.22

Zwei Tage Befischung zwischen Mittellandkanal und Mündung in die Elbe
26. September 2022

Mehr:
https://www.av-nds.de/elbe-seitenkanal-fisch-inventur/

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 06 Okt 2022 09:38

Warum reagiert ein Schwarm so schnell?
... Bewegungen vorausahnen.
Und tatsächlich zeigten die Fische allgemein antizipierendes Verhalten: Sie erreichten im dritten Versuchsdurchgang die Zielecke des Roboterfischs deutlich früher als der Roboterfisch selbst.
5. Oktober 2022
Aus:
https://fischundfang.de/warum-ist-der-s ... o-schnell/


Ich stelle in Frage ob der Versuchsaufbau bei den Guppys, im Aquarium, ins Freiwasser übertragbar ist?

Es mag eine Möglichkeit sein die Fische und ? besitzen, die Antizipation.

Hier lag man aber viele Jahrzehnte völlig daneben in der Beurteilung von Verhalten in Gefangenschaft und Freiheit.

"Forschung in Gefangenschaft
Bis vor ein paar Jahren wurden Wölfe in Gefangenschaft erforscht - zum Beispiel im Wildgehege.
Dort konnten die Forscher die Tiere am besten beobachten. Sie sahen, dass sich erwachsene Wölfe zu Rudeln zusammenschlossen und wie sich diese Wölfe verhielten.
Doch daraus zogen die Forscher die falschen Schlüsse.

Heute studieren Forscher die Wölfe in freier Wildbahn, denn sie haben festgestellt,
dass sich Wölfe in Gefangenschaft anders verhalten als in Freiheit. "
Aus:
https://naturdetektive.bfn.de/lexikon/z ... /wolf.html

Über Fische ein anderes Forschungsergebnis über Verhaltensweisen, im Labor.

"Schwefelmollys, die einen Großteil ihrer Zeit an der Wasseroberfläche verbringen, reagieren feinabgestimmt auf visuelle und akustische Räuberreize, lautet die Erkenntnis des Forschungsteams. „Interessanterweise tauchten die Fische in 96 Prozent der Versuche ab, unabhängig von der Art und Anzahl der Reize.
Tiefe, Dauer und Geschwindigkeit des Tauchgangs hingen jedoch davon ab, ob auf einen einzelnen oder kombinierten Reiz reagiert wurde.
Für Fische scheint dies eine optimale Strategie zu sein: Sie reagieren auch auf einzelne Reize, verschwenden aber nicht zu viel Energie, wenn sich herausstellt, dass es sich nicht um einen Vogelangriff handelt“,
erläutert IGB-Forscherin Juliane Lukas, die Erstautorin der Studie."
Aus:
https://www.igb-berlin.de/news/vorsicht ... rn-fliehen

Doch wie ist das eigentlich in einem Vogelschwarm in Freiheit?

"Jeder Vogel eines Schwarms hat durchschnittlich 15 andere Vögel in seinem Sichtfeld.
Orientieren tut sich ein Individuum aber nur an seinen sechs bis sieben unmittelbaren Nachbarn.
Er kommuniziert mit diesen und versucht, zu ihnen immer die ungefähr gleiche Position zu halten. Dabei spielt der Abstand eine untergeordnete Rolle, was zu den typischen Wogen der Schwärme führt, die sich manchmal am Himmel beobachten lassen.
...
Um unentschlossenes und hektisches Flugverhalten einzelner Vögel zu vermeiden, was zum Beispiel als Folge einer Greifvogelattacke auftreten kann, folgen Vögel im Schwarm allerdings eher den Flugbewegungen,
die zur Mitte des Schwarms hin gerichtet sind."
Aus:
https://www.geo.de/natur/tierwelt/zugvo ... 67972.html

Ich weiß, dass ich nichts weiß.
Aber es bleibt trotzdem hoch interessant und zweifeln muss erlaubt sein, es ist sogar Pflicht.

Ganz aktuell,
ein Video 3 Minuten
Brachvögel: Studie zu Gefahren durch Offshore-Windparks
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... el100.html

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 02 Nov 2022 16:04

Mehr Plastikmüll in Flüssen als gedacht
2. November 2022
Hier bei F&F
https://fischundfang.de/mehr-plastikmue ... s-gedacht/

Minister Töpfer sprang in den Rhein, nicht weil er die Sauberkeit des Flusses damit andeuten wollte.
Das ist wieder einmal so ein Märchen.

"Zum 20. Geburtstag des Bundesumweltministeriums an diesem Dienstag räumt der frühere Umweltminister Klaus Töpfer (CDU) mit einer Legende auf:
Er habe im Mai 1988, bekleidet mit Ganzkörperbadeanzug und roter Badekappe, den Rhein nicht durchschwommen, um die Sauberkeit des Flusses zu beweisen.
Vielmehr habe er, damals noch Umweltminister in Rheinland-Pfalz, eine Wette gegen seinen Wahlkreisgegenkandidaten von der SPD verloren."
Aus:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 31903.html

Dieser Herr hat keine Wette verloren, er ist Fachmann und besorgt, sehr besorgt und sicher etwas ANDERS als ?

Chapeau, Herr Professor Andreas Fath.

05/2022
Mehr als 700 geschwommene Kilometer, acht Stunden täglich im Wasser – und rund 2.000 Kilometer liegen noch vor ihm: Zahlen, die man aus dem Leistungssport kennt.
Als der Chemieprofessor Andreas Fath am Freitag den Wiener Donaukanal erreichte, hatte er bereits ein Viertel der Donaulänge hinter sich.
Mit geschickten Krauleinlagen absolvierte er im Donaukanal die letzten Meter, bevor er die Stufen vor zahlreichen Medienvertretern erklomm. Schnell wechselte der gelernte Chemiker von Neoprenanzug in Alltagskleidung und gab eine Pressekonferenz.
...
Die Plastikmengen sind laut Fath enorm: Rund 4,2 Tonnen gelangen täglich von der Donau ins Schwarze Meer.
"Unser Projekt soll den Menschen diese besorgniserregende Verschmutzung vor Augen führen."
Am 17. Juni will der dreifache Familienvater jedenfalls die Donaumündung am Schwarzen Meer erreichen. "
Aus:
https://www.derstandard.de/story/200013 ... merksam-zu

Ein 30 Minuten Video gibt es von der REISE.

https://www.ardmediathek.de/video/mensc ... zE2ODc0MDc

Das ist eine Menge an Informationen was diese HP liefert.
Nichts gegen Wassersport, aber die Anzahl der Menschen macht mir Angst oder auch manche Art der Ausübung.

"Plastik im Meer:
187+ Statistiken und Fakten zur Verschmutzung der Meere"
Aus:
https://www.beyondsurfing.com/plastik-im-meer/

"Durch Stehpaddler gestörte Vögel fliegen demnach bereits auf, wenn der Sportler noch weit entfernt ist.
"Die höchste nachgewiesene Fluchtdistanz durch SUP gab es am Bodensee", sagt Matthias Bull, der im Auftrag des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) eine Masterarbeit über das Thema geschrieben hat.
Dort habe ein Stehpaddler aus 1,5 Kilometern Entfernung einen ganzen Trupp Kolbenenten aufgeschreckt.
Noch stärker würden die Tiere nur von Motorbooten gestört."
Aus:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/nat ... 40638.html

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Re: Artikel hier auf der HP veröffentlicht, durch F&F.

Beitrag von fischera » 10 Nov 2022 19:44

10.11.2022
Das Seafood-Paradox
Der gesundheitliche Aspekt ist bekannt, nicht aber der geringe CO2-Fußabdruck von Fisch und Meeresfrüchten.
Aus:
https://fischundfang.de/das-seafood-paradox/

Die in dem Artikel CO² Fußabdrücke aus 2014 von NSC sind nicht nur mit einem Fragezeichen zu versehen.

Aus einem Faktenscheck.
"3. Tierarten haben unterschiedlichen CO2-Fußabdruck
Die Erzeugung von einem Kilogramm frischem Schweinefleisch emittiert laut Bundesumweltministerium 3,25 Kilogramm CO2,
während ein Kilogramm tiefgekühltes Rindfleisch über einen CO2-Fußabdruck von 14,34 Kilogramm verfügt."
Aus:
https://www.agrarheute.com/land-leben/f ... rf%C3%BCgt.

Darum hat beispielweise Zuchtlachs einen größeren ökologischen Fußabdruck als Hühnerfleisch und verursacht pro Kilo Lachs mehr als 4 Kilogramm CO2-Äquivalente.
Aus und mehr:
https://veganuary.com/de/der-oekologisc ... el%20durch.

Und wer einen Raubfisch mit 70 % pflanzlicher Nahrung mästet, der sollte allein deshalb ignoriert werden.

NSC will immer mehr von dieser Nahrung auf den Weltmarkt bringen.
Die versteckten Kosten, Umweltschäden vielfältigster Art, darüber wird geschwiegen oder (*)
Sehr informativ.
"Studie: Farmlachs verursacht jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe"
https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit ... ahr-kosten

(*)
"09.06.2020
Fernsehen: NSC widerspricht "kritischen" Lachs-Dokumentationen"
Aus:
https://www.fischmagazin.de/willkommen- ... tionen.htm

Die Menge an Omega-3-Fettsäuren im Zuchtlachs hat in den vergangenen Jahren insgesamt abgenommen. Der Grund liegt im Futter der Tiere. Dieses besteht heute zu einem Großteil aus pflanzlichen Quellen und weniger aus Wildfisch.
Dazu muss man Omega 6 im Verhältnis betrachten.

Dieser Bericht aus 2016 ist meines Wissens immer noch aktuell, egal wieviel Chemische Fettsäuren dem Futter beigemischt werden.

"Dieses Pflanzenmaterial im Fischfutter enthält vor allem Omega-6-Fettsäuren.
Von denen nehmen Menschen aber ohnehin schon sehr viel auf.
Zu viel Omega-6 sollte Fisch nicht enthalten, da das die positive Wirkung von Omega 3 blockiert. "
Aus:
https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher ... 0blockiert.

Sie brauchen noch einige Argumente um Aquakultur nicht mehr durch die ROSAROTE Brille zu sehen, diese Haltungsform als das sehen was sie ist

- Massentierhaltung unter Wasser.

"Die Website richtet sich an Menschen, die sich bewusster damit auseinandersetzen wollen, was in unserem Namen in der Massentierhaltung geschieht, statt der kollektiven Verdrängung anheimzufallen.
...
Missionieren also?
Nein, das Wort missionieren empfinde ich in dem Zusammenhang als deplatziert."
Aus:
https://revlektor.de/about/
und mehr
https://revlektor.de/lachszucht-als-mas ... im-wasser/

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