Sternstunde und Ufer-Drama am Inn: Wenn der Alpenstrom alles fordert!

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Moderator: Thomas Kalweit

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Rick100
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Sternstunde und Ufer-Drama am Inn: Wenn der Alpenstrom alles fordert!

Beitrag von Rick100 »

Servus Angelfreunde,
wer den mächtigen Grenzfluss Inn zwischen Simbach und Braunau kennt, weiß, dass dieser Strom einem absolut nichts schenkt. Harte Strömung, schwierige Standplätze und oft tagelanges Schneidern gehören hier einfach dazu. Ich habe selbst monatelange, harte Lehrzeit durchgemacht und viel Geld investiert, bis ich dieses komplexe Gewässer endlich richtig lesen konnte. Doch wer sich durchbeißt, wird irgendwann belohnt. Nach einer kleinen, berufsbedingten Pause der letzten zwei Monate juckt es mich wieder gewaltig in den Fingern – und beim Sichten meiner Bilder vom letzten echten Härtetest musste ich diesen Wahnsinn einfach mal mit euch teilen.
An einem einzigen Abend lief nach all den Mühen einfach alles perfekt: Erst konnte ich im letzten Büchsenlicht diese makellose, bullige Bachforelle und die silberne Regenbogenforelle verhaften. Als es dann stockdunkel wurde und ich die Taktik umstellte, kamen fließend noch zwei wunderschöne Quappen (Trüschen) dazu! Eine Strecke (siehe Foto), wie man sie am Inn wahrscheinlich nur ganz selten im Leben erwischt.
Aber das eigentliche Drama spielte sich direkt an der Uferkante ab!
Im Drill einer weiteren, wunderschönen 42er Regenbogenforelle explodierte plötzlich das Wasser direkt vor meinen Füßen. Ein massiver Inn-Hecht schoss aus dem Nichts hoch und attackierte die Forelle voll auf Breitseite! Die Forelle hing am feinen Vorfach – ausgelegt für die scheuen Salmoniden im klaren Wasser. Ich dachte erst, die Schnur ist durch. Aber es gab keinen Schnurbruch! Der Hecht hat die Forelle im brutalen Rausch einfach mitten im Drill komplett zerbissen und tiefe Fleischwunden hinterlassen, bevor er wieder abtauchte. Ich konnte den gezeichneten Fisch noch landen – auf dem Detailfoto seht ihr die heftigen Zahnabdrücke. Da sieht man erst, was für eine rohe Kraft in unseren Flusshechten steckt!
Genau wegen solcher unvorhersehbaren Extremsituationen baue ich meine Ruten seit Jahren selbst auf. Eine Rute von der Stange stößt bei diesem brutalen Druck in der Hauptströmung und solchen Überraschungs-Attacken ganz schnell an ihre physikalischen Grenzen.
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr am Inn zwischen Simbach und Braunau oder an vergleichbaren großen Naturgewässern auch schon mal erlebt, dass die Forelle im Drill plötzlich zum Hechtköder wurde? Und musstet ihr am Anfang an diesem Gewässer auch so viel Lehrgeld zahlen?
Petri Heil vom Inn,

https://i.postimg.cc/VN1X1ddq/Forellen-und-Quappen.jpg

https://i.postimg.cc/d34J7NBy/44cm-Bachforelle.jpg

https://i.postimg.cc/NjXxB3Dp/Forelle-v ... ckiert.jpg

https://i.postimg.cc/k5nRzzpF/40-cm-Reg ... orelle.jpg


Erich Probst
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