Sollen da keine Fische mehr in die obenliegende Strecke wandern, oder machen die Steine bei höherem Wasserstand sogar Sinn für einen verbesserten Fischaufstieg? Was haltet Ihr von der Sache?
hmm...ich würd die steine eher über die fischtreppe legen...also vor den strömungseingang...vielleicht hilft man dann den fischen, weil der strömungsdruck in der treppe wohl doch erheblich gemindert würde... aber am strömungsausgang halte ich die steine eher für sinnfrei und sehe sie auch als behinderung für die fische...egal ob normal oder niedrigwasser...
gruß vom niederrhein
matthias
...mir ******* egal, wer dein Vater ist! Wenn ICH hier angel, geht NIEMAND übers Wasser!!!
Mal eine Theorie:
Kann es sein, dass durch den "Trichter" der durch die Steine gemacht wurde, der Strömungsdruck dahinter erhöht wird und deshalb die Steine überhaupt platziert wurden?!
Hi,
schon etwas improvisiert aber durchaus nicht unsinnig. Die Steine schaffen nicht
nur Druck sondern erzeugen auch einen Gumpen am engen Auslauf, also vor dem
engen Durchgang. Betrachtet man das gesamt Wehr wird der Wasserdruck diagonal
zur Mitte des Flusses gelenkt. Das schafft weiterhin einen größeren Wirkungsgrad des
Angebots.
Allgemien ist es zwar richtig, dass der stärkste Strömungsdruck einen Anreiz schafft.
Dieser Anreiz wird aber nicht zwingend vom Lachs angenommen. Ein sehr
großer Teil interessiert sich mehr für die Intensität der Duftspur und läßt
Strömungsdruck, Strömungsdruck sein. Sind halt keine Automaten ...
Kommt auf die jeweilige Landschafts und Wassersituation an. Fischtreppen
gibt's nicht von der Stange. In Siegburg läuft die Fischtreppe quasi parallel zu
Sturzlinie des Wehrs. Schon ein mittelgroßer eingebrachter Stein hat gravierende Auswirkung auf den Rest des Fließgewässers Strom ab. Und wo dann einst ein
Gumpen war ist dann Sandstrand. Bei der Planung muss halt so gebaut werden,
als ob keine Fischtreppe existiert. Das Bestandsgefüge darf sich nicht ändern.
Zwar ist es ein bischen, wie Tiere aus dem Labor befreien, wenn man fordert:
"Reisst die Wehre weg!". Das System Flusslandschaft hat sich ja innerhalb von
über 100 Jahren auf die Situation eingependelt. Ein altes Wehr einfach niederreissen
würde einer ökologische Katastrophe gleichkommen.