Mich hat dabei immer eine Frage beschäftigt:
Warum soll eine Vorhersage für alle Angler gleich gelten?
Ein Zanderangler am Fluss, ein Bootsangler auf dem Baggersee und ein Meerforellenangler an der Küste haben völlig unterschiedliche Bedingungen. Trotzdem bekommen oft alle dieselbe Einschätzung angezeigt.
Ich angle hauptsächlich nachts auf Zander und Aal sowie auf Meerforelle. Über die Jahre habe ich festgestellt, dass ich mir viele Dinge schlicht falsch merke.
- „Lief es letztes Jahr nicht besonders gut bei Südwind?“
- „War fallender Luftdruck nicht immer positiv?“
- „Wann waren eigentlich die meisten Bisse?“
Als Softwareentwickler habe ich deshalb angefangen, meine Angeltage systematisch zu dokumentieren und mir dafür die App AngelStratege zu bauen.
Fangbuch als Basis
Mir war wichtig, zunächst alles sauber festzuhalten:
- Fänge
- Bisse
- Schneidertage
- Reviere und Spots
- Wetterdaten
- Fangfotos
- Koordinaten zu Fängen und Bissen

Alle Daten bleiben ausschließlich lokal auf dem Gerät. Es gibt keinen Cloud-Account und keine Speicherung auf fremden Servern.
Für mich ist das zunächst ein klassisches Fangbuch – nur etwas strukturierter.
Was sagen die eigenen Daten?
Spannend wurde es erst, als genügend Sessions zusammenkamen.
Plötzlich konnte ich nicht nur nachsehen, was ich gefangen habe, sondern auch unter welchen Bedingungen.

Aus den Einträgen lassen sich Fragen beantworten wie:
- Wann hatte ich tatsächlich die meisten Bisse?
- Welche Windrichtungen waren erfolgreich?
- Spielt Luftdruck überhaupt eine Rolle?
- Gibt es Unterschiede zwischen Jahreszeiten?
- Welche Spots liefen unter welchen Bedingungen?
Der persönliche Beißindex
Aus dieser Idee entstand für mich ein persönlicher Beißindex.
Die meisten Beißindexe bewerten aktuelle Wetterdaten und erstellen daraus allgemeine Prognosen.
Mein Ansatz ist ein anderer:
Der persönliche Beißindex basiert auf den eigenen Fängen, Bissen und Schneidertagen. Er bewertet aktuelle Bedingungen danach, wie ähnliche Bedingungen in der eigenen Vergangenheit tatsächlich gelaufen sind.
Nicht die Frage:
„Wann sollen Fische allgemein beißen?“
sondern:
„Wann haben sie bei mir unter ähnlichen Bedingungen tatsächlich gebissen?“

Die App vergleicht aktuelle Wetterbedingungen mit erfolgreichen und weniger erfolgreichen Sessions aus der eigenen Historie.
Natürlich ist das keine Garantie für Fisch. Aber für mich persönlich ist das deutlich interessanter als eine pauschale Prognose.
Aktivitäten statt nur Fänge
Gerade beim Spinnfischen gehen viele Informationen verloren.
Ein Biss ohne Fang verschwindet oft komplett aus der Erinnerung.
Dabei sind genau diese Daten häufig interessant.
Deshalb erfasse ich Bisse genauso wie Fänge.

So lassen sich später Muster erkennen, die man sonst vermutlich nie bemerken würde.
Aktivitätskarte für Spinnangler
Ein Feature, das ganz aktuell in die App kam, ist eine Aktivitätskarte.

Dort werden alle Bisse und Fänge einer Session als nummerierte Marker dargestellt.
Gerade beim Spinnfischen finde ich das spannend, weil man später nachvollziehen kann, in welchen Bereichen eines Gewässers tatsächlich Aktivität stattgefunden hat.
Mich interessiert eure Meinung
Ich entwickle die App alleine in meiner Freizeit und würde mich über ehrliches Feedback freuen.
- Führt ihr ein Fangbuch?
- Dokumentiert ihr auch Bisse und Fehlbisse?
- Glaubt ihr, dass man aus genügend eigenen Daten sinnvolle Muster erkennen kann?
- Oder ist Angeln am Ende doch mehr Bauchgefühl als Statistik?
Für Fisch-&-Fang-Leser
Für Fisch-&-Fang-Leser habe ich den Rabattcode FF2026 eingerichtet.
Der Code kann direkt in der App über das Menü unter „Über AngelStratege“ eingelöst werden.
Damit lässt sich AngelStratege bis Ende 2026 kostenlos nutzen.
Android
https://play.google.com/store/apps/deta ... elstratege
iPhone
https://apps.apple.com/app/id6760553053
Weitere Informationen
https://angelstratege.com
Ich bin gespannt auf eure Meinungen, Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge.
Petri Heil!
Axel
